Sieg beim Stubai-Ultra Basictrail

Sieg beim Stubai-Ultra Basictrail

Freitag 30.06.2017

Das Stubai Ultratrail Wochenende steht vor der Tür. Nach der Arbeit noch „schnell“ ein Vertikaler Kilometer, Sachen packen und Richtung Tirol. Die Nacht verbringe ich in den vier Wänden von Raphael Dörner und seiner Frau. Ich werde bestens verpflegt und somit steht dem Wettkampf am nächsten Tag nichts mehr im Wege.

Samstag 01.07.2017
Der Wecker läutet gegen halb 7. Gemütlich frühstücken, den Laufrucksack anhand der vorgegebenen Sicherheitsausrüstung packen und schon sitzen wir im Auto Richtung Neustift. Alles läuft sehr entspannt ab, ohne jeglichen Stress oder Stau. Die Zeit bis zum Start vergeht wie immer rasend schnell, denn man trifft viele Bekannte Gesichter mit denen man sich gerne unterhält.

Kurz vor 10 noch die letzten Updates der Strecke und los geht der Spaß!

Nach dem ersten Kilometer auf der Straße stelle ich mir bereits zum ersten mal die Frage: Warum laufe ich da eigentlich mit?

Es ist sehr sehr mühsam, die ersten 3 km kann ich noch mit dem Rest mithalten jedoch dann muss ich Federn lassen und 4 Mitstreiter ziehen lassen. Keine Chance, ich kann ihr Tempo nicht halten. Jedoch das Streckenprofil stimmt mich positiv und ich bin mir meiner Stärken im Steilen bewusst. Doch zuvor muss ich die ersten 20 km irgendwie hinter mich bringen und den Schaden in Grenzen halten. Der Rückstand wird immer größer und größer bis ich die Konkurrenz aus den Augen verliere. Doch dann endlich die Talstation der Mutterbergbahn.

Zwischenstand Talstation Mutterbergbahn:

  1. Grigo Alexander 1:43.50,5
  2. Moser Christian 1:52.03,5
  3. Stern Christian 1:52.06,3
  4. Wallmann David 1:53.50,0
  5. Denifl David 1:54.20,4

Ich verlasse gemeinsam mit dem auf Platz 5 liegenden Läufer Denifl David die Verpflegungsstation. Endlich geht es bergauf und die Karten werden neu gemischt.
Die Leki-Faltstöcke werden gezückt und es geht richtig gut voran im steilen Gelände. Mit Doppelstockeinsatz schiebe ich mich nach oben und die Konkurrenz kommt wieder in Sichtweite. So kann ich bis zur nächsten Verpflegungsstation mich auf Platz 2 vorarbeiten.

Dort erhalte ich die Information, dass Platz 1 nicht mehr weit entfernt ist und irgendwie geht nun jeder Schritt noch leichter. Durch die Station hindurch, dort werde ich nochmals zurückgepfiffen denn aufgrund des immer schlechter werdenden Wetters müssen alle Teilnehmer sich eine lange Hose und eine Jacke anziehen. Nach diesem kurzen ungewollten Stopp gehts weiter. Kurzes Flachstück und dann gehts wieder bergauf. Dort kann ich schon den Erstplatzierten erkennen und meine Motivation steigt nochmals. Als ich aufgeschlossen habe kann ich meine Transalpine Run Partnerin Melanie Albrecht erkennen. Ich freuen mich sehr, denn mit Ihr habe ich überhaupt nicht gerechnet und sie und ihr Begleiter feuern mich an.

Ich kann mich am Erstplatzierten „vorbeischieben“ und es sind noch ca. 3 km bis ins Ziel. Das muss ich jetzt nachhause bringen. Ich blicke mich um, und der Abstand zum Zweitplatzierten wird größer.

Man kann schon von weitem die Bergstation – das Ziel sehen und immer wieder von weit oben die Zuschauer hören. Die letzten Meter ins Ziel, irgendwie hat so keiner mit mir gerechnet und so kommt es, dass ich den Zieleinlauf wiederholen muss und das ganze nochmals genießen darf.
Im Ziel wartet auf die Teilnehmer frischer Kaiserschmarren und dort wird mit den anderen Teilnehmern das Rennen besprochen. Das Besondere an diesem Rennen ist mit Sicherheit das Streckenprofil, denn zurück an den Start geht es zuerst mit der Gondel ins Tal und dann weiter mit dem Bus nach Neustift. Duschen und weiter zur nächsten Mahlzeit und warten bis die Siegerehrung beginnt. Danach geht es gleich weiter ins Pitztal aber dazu mehr im nächsten Artikel…

Ergebnis:

  1. Wallmann David 3:09.38,6
  2. Denifl David 3:18.31,3
  3. Moser Christian 3:19.03,4
  4. Stern Christian 3:19.16,6
  5. Grigo Alexander 3:20.33,5